TuS-Damen und -Herren haben es weiterhin schwer

Wie die jüngsten drei Spielwochenenden der ersten Mannschaften gelaufen sind, fassen wir mal wie folgt zusammen: Die Herren konnten nach dem guten Saison-Beginn gegen THC Hanau drei Mal nicht gewinnen. Gegen TSV Schott Mainz hieß es 1:3, beim HC Feudenheim wurde nach eine 2:0-Führung noch mit 2:3 verloren, und zu Hause gegen den HTC Würzburg ging der 1:0-Vorsprung perdu, Endergebnis: 1:2. Im letzten Heimspiel vor der Winterpause gegen Tabellenführer Wiesbaden mussten die heimischen Fans bis zum letzten Viertel warten, bis sie sich fürs Agieren der Gastgeber begeistern konnten.

Aufholjagd war nichts für schwache (Zuschauer-)Nerven die Spieler hatten gleich gar keine
Drei Viertel lang war der Gast aus Hessen die weitaus stärkere Mannschaft. Obermenzing spielte zwar gut mit, strahlte im gegnerischen Kreis aber wenig Gefahr aus. Dass es zur Halbzeitpause nur 0:1 stand, war neben einer soliden TuS-Abwehrleistung auch einer mangelnden Eckenverwertung der Wiesbadener zu verdanken, die alle vier Ecken der ersten Hälfte vergaben. Im dritten Viertel intensivierte der TuS sein Bemühen, musste jedoch ein Kontertor zum 0:2 bilanzieren. In der 41. Minute zog Wiesbaden gar mit einer sehenswerten Eckenvariante auf 0:3 davon. Die meisten Zuschauer hielten das Matach wohl schon für gelaufen.

Die letzten 15 Minuten aber sahen eine erstaunliche Energieleistung der TuS-Herren: Sechs Minuten vor Schluss wurde Philipp Waller bei seinem  schönen Solo auf dem Weg zum Kreis robust von den Beinen geholt, was zu einer gelben Karte gegen die Gäste und zu einer Ecke für den TuS führte. Kapitän Carl Eggert verwandelte sicher. Nun nahm Trainer Michi Rößner den Torwart vom Platz, und Obermenzing spielte die letzten Minuten in doppelter Überzahl volles Risiko. Wiesbaden fiel weit zurück, so dass nur noch der TuS das Spiel machte. Drei Minuten vor Schluss fälschte Christian Leberl einen von der Drittellinie aus geschlagenen Ball ab, der – etwas überraschend – im Hessen-Tor landete. Menzing drängte weiter, bei den Wiesbadenern kam bereits Müdigkeit auf, sie spielten ihre Kontermöglichkeiten nicht mehr aus, sondern versuchten nur noch, den Ball vom eigenen Gehäuse fernzuhalten. Eine grüne Karte in der vorletzten Minute erhöhte die Obermenzinger Überzahl weiter. In der letzten Spielminute sprang doch tatsächlich noch eine Ecke für den TuS heraus, die wieder Carl Eggert schoss: Der Ball traf den Schläger eines Verteidigers, von dem er fast senkrecht unter die Latte sprang – innerhalb des Tores. Auf den Mann ist halt Verlass. Dass der Punkt am Ende glücklich geholt wurde, steht außer Frage. Doch die Moral und Energie, mit der Menzing bis zum Ende gekämpft hatte, lässt ihn verdient erscheinen. 

TuS‘ Damen gewannen gegen Feudenheim und Leipzig jeweils mit 3:2, mussten aber am Tag der deutschen Einheit eine 1:5-Niederlage gegen den NHTC verbuchen. Vor einer Woche in Mannheim gegen den TSV legten sie eine glatte 0:5-Niederlage hin; in Mainz gab es ein knappes 1:2. Sie kassierten in der Hinrunde die meisten Gegentore (21) und waren vorn mit nur neun erzielten Treffern arg im Hintertreffen. Auf Tabellenrang sieben geht es nun in die Halle.