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TuS-Damen gewinnen Fan-Herzen, verlieren aber erneut Punkte

Seinen perfekt zu nennenden Lauf in der Feld-Rückrunde schloss der TSV Mannheim im Münchener Westen ab. Mit dem 4:0 bei uns in Obermenzing feierten die Nordbadenerinnen ihren neunten Sieg im neunten Spiel und bleiben damit Spitzenreiter Berlin-Lichterfelde auf den Fersen. Auch wenn das Resultat auf eine Art Spaziergang hindeutet, so war es genau das mit Sicherheit nicht. „Eigentlich waren wir die bessere Mannschaft“, urteilte Bastiaan Schuil. Der Obermenzinger Trainer kam zu diesem vordergründig seltsamen Urteil, weil sein Team mehr handfeste Torchancen und auch ein Plus an Strafecken besaß. „Und ich finde, wir haben auch das Spiel gemacht“, ergänzte er. Warum der Sieger am Ende nicht Obermenzing, sondern Mannheim hieß, lag nach Einschätzung des TuS-Coachs lediglich und doch spielentscheidend an der krass unterschiedlichen Chancennutzung. Während die Gäste nach Schuils Eindruck kaum eine Möglichkeit ausließen – „Das haben sie wirklich gut gemacht“ –, brachte Menzing den Ball einfach nicht hinter die gegnerische Torlinie und hatte auch bei der Kontersicherung Probleme. „Trotzdem bin ich sehr stolz auf die spielerische Leistung meiner Mannschaft“, befand der niederländische Übungsleiter in Diensten des TuS.

Diese Zusammenfassung des offiziellen Spielberichts können wir nur bestätigen. Die TuS-Fans am Spielfeldrand befanden einhellig, dass „ihre“ Damen das beste Spiel der Saison geliefert hatten. Die taktische Aufstellung, mit dem Ziel, hoch zu spielen und die Gegnerinnen aus Mannheim früh unter Druck zu setzen, zahlte sich von Anfang aus. TuS dominierte das Mittelfeld und gab Mannheim zunächst kaum eine Chance, ins Spiel zu kommen. Fixe Balleroberung samt sicherer Querung des Mittelfelds stellte die TSV-Verteidigung durchaus vor Probleme. Wie schon die ganze Saison über haperte es indes an der Chancenverwertung. Die nutzte Mannheim einfach besser: vier Konter, vier Tore. Der gesamte TuS hofft nun, dass die Mannschaft in der Abstiegsrunde mit genauso viel Power spielen möge, dann jedoch von Siegen gekrönt.