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Strategie, Ziele und Werte

„Stillstand ist Rückschritt“ lautet ein Zitat des 1989 verstorbenen deutschen Industriemanagers Rudolf von Bennigsen- Foerder. Statt „so haben wir das schon immer gemacht“, wird in erfolgreichen Unternehmen und Organisationen immer mehr Wert auf Reflektion gelegt. Selbst wenn sich Abläufe und Handlungen bewährt haben, können sie durch sich ändernde Rahmenbedingungen einer Frischzellenkur bedürfen. Weil Dinge sich verändern, man am Ball bleiben und mit der Zeit gehen will.

Weil Neugierde und Mut zu den wichtigsten Eigenschaften zählen, wenn es darum geht, Neues anzustoßen. Der Anstoß zu einem „Strategiemeeting“, in dem der Status quo der Hockeyabteilung reflektiert, und die zukünftige Entwicklung des Hockeysports im TuS geplant werden soll, kam aus den Reihen der Abteilungsleitung. Und dies nicht, weil zwingend etwas geändert werden muss, sondern weil sich die Verantwortlichen bewusst sind, dass eine Welt ohne Kritik und Reflexion Still- stand bedeuten würde.

Weil Dinge sich verändern, man am Ball bleiben und mit der Zeit gehen will.

Aus einem Meeting wurden mehrere – und aus dem großen Ganzen Untergruppen für Sport, Sponsoring und Veranstaltungen. Neben der Bestandsaufnahme der aktuellen Gegebenheiten in diesen Bereichen, und den sich laufend ändernden Rahmen- bedingungen um den Verein herum, ging es zu Beginn darum, daraus ableitend die alten Ziele zu bestätigen oder eben neue festzulegen und die erforderlichen Aktivi- täten zu starten. Allen Beteiligten war schnell klar, dass die bestehenden Werte und Zielvorstellungen im TuS sich mehr als bewährt haben, auf den Verein und die Hockeyabteilung zu- geschnitten sind - und daher keiner großen Änderung bedürfen.

„Wir wollen weiterhin eine familiäre, aber leistungsorientierte Hockeyabteilung sein. Wir wollen unserem Umfeld ein attraktives Angebot geben und es für die TuS-Familie begeistern. Je mehr Leute aller Alters- gruppen Teil dieser TuS-Familie sind und werden, desto schöner ist es und desto mehr Spaß macht es allen – und darum geht es am Ende, auch im Sinne des erfolg- reichen Fortbestehens der Abteilung. Alle engagierten Sportler und Trainer haben den Erfolg als Antrieb, weshalb wir uns auf eine leistungsorientierte Ausrichtung verständigt haben. Es macht einfach Spaß am Ende zu gewinnen und gut zu sein. Gleichzeitig ist es aber genauso wichtig, die Themen Verbundenheit, Freundschaft und gemeinsame gesellschaftliche Aktivi- täten zu bedienen. Nicht nur weil auch das bindet und Spaß bereitet, sondern weil auch das ein wesentlicher Faktor ist, um am Ende gemeinsam Leistung zu bringen.“

Genau das ist es, was die Hockeyabteilung im TuS auszeichnet. Die Kombination aus Sport und Freude, die den Kindern und Jugendlichen mit auf den Weg gegeben werden soll. In einer freundschaftlich verbundenen Gruppe leistungsorientiert Sport zu treiben. Wenn dies gelingt, wer- den auch zukünftig möglichst viele Spieler aus der eigenen Jugend den Sprung in die Damen- und Herrenmannschaften schaf- fen. Deren Ziel soll auch weiterhin sein, die Regionalliga/2. Bundesliga als Spielklasse zu halten, da dies nach Auffassung der Teilnehmer des Strategiemeetings der höchste sportliche Level ist, der mit den vorherrschenden Rahmenbedingungen und festgelegten Werten im Erwachsenenbereich darstellbar ist.

„Aus diesem Ziel im Erwachsenenbereich leiten sich direkt die sportlichen Ziele im Jugendbereich ab: Regelmäßige Teilnahme an bayernweiten Endrunden und punktu- elle Teilnahme an überregionale End- runden. Aufgrund der ständig steigenden Anforderungen und komplexeren Rahmen- bedingungen sind diese Ziele ehrgeizig und erfordern eine stetige Zunahme an Professionalität.“

Dazu einige Eckpunkte der Strategie aus sportlicher Sicht:
• Klare und selbstbewusste Formulierung und Kommunikation unserer ganz eigenen TuS-Ziele und -Werte
• Verteilung der immer komplexeren Anforderungen, Aufgaben und Entscheidungen auf mehrere, kompetente Schultern
• Sicherstellung einer durchgängigeren, aufeinander aufbauenden und zusammenhängenden Ausbildung von Spielern und Trainern, auf und neben dem  Platz
• Intensivierung der Netzwerkarbeit im TuS-Umfeld. Ausschöpfen und bündeln bisher nicht genutzter Potentiale in sportlichen und gleichermaßen nicht sportlichen Bereichen (gesellschaftlich, Sponsoring, Jobbörse, Wohnungen...)
• Steigerung der TuS-Attraktivität auch für Spieler, die den Weg in die Leistungsmannschaften im Erwachsenenbereich nicht (direkt) schaffen
• Attraktivitätssteigerung auch durch Aktivitäten neben dem Platz
• Die Strategie greift in allen Jahrgängen, von Anfang an und schnellstmöglich

Ein Ort der Gemeinschaft und Freundschaft, des Netzwerkens – eben der so viel besagten TuS-Familie.

All dies ist ohne hauptamtliches, vor allem aber auch ehrenamtliches Engagement nicht umsetzbar. Den handelnden Akteu- ren ist bewusst, dass all dies ohne einen erhöhten Personalaufwand nicht realisier- bar sein wird. Umso entscheidender ist es daher, dass der TuS so attraktiv bleibt. Als Ort der Gemeinschaft und Freundschaft, des Netzwerkens – eben der so viel be- sagten TuS-Familie. Denn genau das ist der Pool aus dem der erhöhte Personalaufwand gedeckt werden muss und kann. Es macht nämlich Spaß hier richtig mitzuarbeiten. „Genau diese Freude, im TuS etwas aufzubauen und gemeinsam Erfolge zu erzielen, wollen wir an alle Beteiligten vermitteln – mit klarem Fokus auf die Trainerinnen und Trainer aller Mannschaften. Sie sind das Grundgerüst für eine erfolgreiche Zukunft und dem wollen und müssen wir mit einer noch stärkeren Fokussierung Rechnung tragen.“

Natürlich sind die sportlichen Aktivitäten der TuS-Hockeyabteilung und die gesetzten Ziele ohne eine entsprechende finanzielle Unterstützung und monetären Einsatz nicht realisierbar. Jedoch müssen Geldwert und Werte des eigenen Vereins Hand in Hand gehen, um die gesteckten Ziele erreichen zu können. Bleiben diese nicht mehr im Gleichgewicht, kann dies zu Veränderungen - und im schlimmsten Fall zum Verlust der eigenen Werte führen, die der TuS sich seit jeher auf seine Fahne geschrieben hat. Und das wäre ein schmerzlicher – und nicht beabsichtigter - Rückschritt.

TuS Hockey Geschichte